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Neuer Eintrag zu NTM-Lungenerkrankungen

Neuer Eintrag zu NTM-Lungenerkrankungen

NTM-LungenerkrankungenVorschlag NTM-Beitrag für die Homepage der Deutschen Emphysemgruppe e.V.

 gehören zu den seltenen Erkrankungen und äußern sich zumeist unspezifisch durch chronischen Husten mit und ohne Auswurf, Luftnot und starke Abgeschlagenheit (vgl. van Ingen, 2013). Oft haben Patienten mit einer NTM-Lungenerkrankung einen langen Weg bis zur Diagnose, sodass sie sich bei der Diagnose häufig in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung befinden (vgl. van Ingen, 2017). Folgen einer NTM-Lungenerkrankung können eine nachhaltige Schädigung der Lunge zur Folge haben und somit die Lungenfunktion nachhaltig einschränken. Um Spätfolgen zu verhindern und eine verzögerte Diagnose zu vermeiden, sollten Patienten mit langanhaltenden wiederkehrenden Atemwegsinfektionen und schwierigem Diagnoseverlauf möglichst auf NTM getestet werden. Besonders Patienten mit einer vorbelasteten Lunge (z.B. durch COPD) oder geschwächtem Immunsystem könnten von NTM betroffen sein (vgl. Ringshausen, 2016).

Eintrag Rubrik Krankheitsbilder

Titel: Lungenerkrankung durch nicht-tuberkulöse Mykobakterien (NTM)

Nicht-tuberkulöse Mykobakterien (NTM) kommen überall in der Umwelt vor (vgl. Johnson und John, 2014). Sie befinden sich beispielsweise in Naturgewässern, im Leitungswasser aber auch in Erdböden. Es sind viele verschiedene Mykobakterien bekannt, wovon jedoch nur einige Spezies krankheitserregend sind. Im Allgemeinen haben ältere Menschen mit einer bereits bestehenden Lungenerkrankung oder immungeschwächte Personen ein erhöhtes Risiko, an einer NTM-Lungeninfektion zu erkranken (vgl. Ringshausen, 2016).

Die NTM-Lungenerkrankung zeichnet sich durch folgende eher unspezifische Symptome aus (vgl. van Ingen, 2013):

  • Chronischer, wiederkehrender Husten (ggfs. mit Auswurf)
  • Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
  • Kurzatmigkeit
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Fieber
  • Nachtschweiß
  • Wiederkehrende Atemwegsinfektionen

Die NTM-Lungenerkrankung kann die Lungenstruktur schädigen und somit die Lungenfunktion nachhaltig einschränken. Um Spätfolgen zu verhindern sind eine möglichst frühe Diagnose und Therapie von zentraler Bedeutung.

Für die Diagnose einer NTM-Lungenerkrankung müssen Mykobakterien mehrfach im Auswurf (Sputum) nachgewiesen werden. Unter Umständen kann auch Spülflüssigkeit (Lavage) einer Lungenspiegelung (Bronchoskopie) mikrobiologisch im Labor untersucht werden. Zusätzlich zu den Symptomen und dem mikrobiologischen Nachweis der Infektion werden ebenfalls radiologische Bilder der Lunge gemacht. Erst die Kombination aus Symptomen, mikrobiologischem Nachweis und Bildgebung lässt eine Diagnose zu (vgl. Schönfeld, 2013).

Welche Therapie anschließend gewählt wird, hängt von unterschiedlichen, individuellen Faktoren ab. Der allgemeine Gesundheitszustand und Nebenerkrankungen spielen eine wichtige Rolle in der Frage der Behandlungsbedürftigkeit. Nicht jede NTM-Lungenerkrankung muss auch sofort behandelt werden. Ein weiterer sehr entscheidender Faktor ist die Mykobakterienspezies. Diese kann aggressiver oder weniger aggressiv sein. Die Therapie kann sich hierbei von Spezies zu Spezies unterscheiden. Zumeist wird eine Kombination von mehreren Medikamenten angewandt (vgl. Griffith et al., 2007; Schönfeld, 2013). Auch eine operative Entfernung eines schwer betroffenen Bereichs der Lunge kann unter Umständen notwendig sein.

Weiterführende Informationen finden Sie unter anderem im Informationsblatt Nr. 53 „Lungenerkrankung durch nicht-tuberkulöse Mykobakterien (NTM)“ der Deutschen Atemwegsliga unter: https://www.atemwegsliga.de/informationsmaterial-wichtige-erkrankungen-lunge.html

Auch die US-amerikanische Internetseite www.ntminfo.org stellt einige Informationen vorrangig auf englischer Sprache zusammen.

Literatur:

  • Deutsche Atemwegsliga, „Lungenerkrankung durch nicht-tuberkulöse Mykobakterien (NTM), 2019. Abrufbar unter: https://www.atemwegsliga.de/tl_files/eigene-dateien/informationsmaterial/53-Lungenerkrankung%20durch%20NTM.pdf
  • D. E. Griffith et al, „An Official ATS/IDSA Statement: Diagnosis, Treatment, and Prevention of Nontuberculous Mycobacterial Diseases,“ American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, Bd. 175, Nr. 4, pp. 367-416, 2007
  • J. van Ingen, „Diagnosis of Nontuberculous Mycobacterial Infections,“ Seminars in Respiratory and Critical Care Medicine, Bd. 34, Nr. 1, pp. 103-109, 2013.
  • J. van Ingen et al., „Poor adherence to management guidelines in nontuberculous mycobacterial pulmonary diseases,“ European Respiratory Journal, Bd. 49, Nr. 2, p. 1601855, 2017.
  • M. M. Johnson und O. A. John, „Nontuberculous mycobacterial pulmonary infections,“ Journal of Thoracic Disease, Bd. 6, Nr. (3), pp. 210-220, 2014.
  • F. C. Ringshausen, „Prevalence of Nontuberculous Mycobacterial Pulmonary Disease, Germany, 2009–2014,“ Emerging Infectious Diseases, Bd. 22, Nr. (6), pp. 1102-1105, 2016.
  • N. Schönfeld et al., „Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie nichttuberkulöser Mykobakteriosen des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK) und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP),“ Pneumologie, Bd. 67, Nr. (11), pp. 605-633, 2013.

Weitere Informationen können bei uns abgefragt werden.

Liebe Mitglieder, aber auch alle Interessierten, die sich nur kurz über unsere Arbeit auf unserer Homepage oder Facebook-Seite informieren möchten:

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Sie alle hören und sehen seit einigen Wochen im Rundfunk, Fernsehen, und den Zeitungen vieles über die Corona-Epidemie. Auch das Internet wird stark als Informationsquelle genutzt. Vielen fällt es schwer, bei dieser Informationsflut, heraus zu finden welche Aussagen und Mitteilungen der Wahrheit entsprechen und für uns als Betroffene einer Risikogruppe wichtig sind bzw. unser Verhalten oder Tun beeinflussen werden. Die genauesten Informationen erhalten Sie von den offiziellen Stellen der Gesundheitsämter und Bundes-/Landesregierungen.

Leider gibt es auch Mitmenschen, die diese Unsicherheiten ausnutzen, um sich zu bereichern. Um nicht auf solche Betrüger hereinzufallen, die es meistens auf ihr Geld, Schmuck oder andere Wertsachen abgesehen haben, sollten sie ruhig und besonnen handeln.

Leider arbeiten diese Gauner bundesweit, sie geben sich als Polizeibeamte, Enkel oder erkrankte Verwandte aus und nutzen jetzt auch das Corona-Virus als Türöffner indem sie sich als Mitarbeiter von Gesundheitsämter oder Hilfsorganisationen ausgeben.

Bitte lassen sie keine Fremden in ihre Wohnung, die sich nicht angemeldet haben und sich nicht ausweisen können. Fragen sie Verwandte oder auch bei der Polizei nach, ob sie diesen Personen trauen können.

Sollte es weitere Beschränkungen oder Ausgehverbote seitens unserer Bundesregierung oder der Länder geben, könnte es für einige Erkrankte sicher Probleme geben. Unsere dringende Bitte an alle Betroffenen, es ist keine Schande um Hilfe zu bitten. Wir sind sicher, egal wie lange diese Pandemie noch dauern wird, jeder ist bereit im Rahmen seiner Möglichkeiten  zu helfen. Ratsam ist es Ihre Hilfe-Anfrage frühzeitig zu starten, da ein Einkauf oder Behördengang zur Zeit etwas länger dauert als vorher gewohnt.

Neu

Ab sofort können wir Ihnen auch bundesweit behilflich sein, falls es nötig wird oder ist, durch einen spezialisierten Intensiv-Pflegedienst in der eigenen Häuslichkeit oder in Intensivpflege-Wohngemeinschaften gepflegt, betreut und begleitet zu werden. Dieses gilt auch für Dauerbeatmungspatienten.

Erklärung medizinischer Fachausdrücke

Erklärung medizinischer Fachausdrücke

In der Plattform „Was hab ich?“ übersetzen Medizinstudenten ärztliche Befunde für Patienten in eine verständliche Sprache.
Man muss den Befund (nicht mehr als 2 DIN A4) einschicken und erhält dann den Befund in einfacher Sprache zurück.
hier klicken: Was hab ich
Eine andere Webseite befasst sich auch mit der Erklärung medizinischer Fachausdrücke:
Befunddolmetscher

Lungenemphysem/COPD oder Alpha-1?

Lungenemphysem/COPD oder Alpha-1?

COPD oder Alpha-1?

Ihr Lungenarzt hat bei Ihnen ein Lungenemphysem oder COPD diagnostiziert. Damit ist Ihre Atemnot und verringerte Leistung erklärt, aber woher kommt das Lungenemphysem. Der Alpha1-Antitrypsinmangel kann als eine mögliche Ursache angesehen werden, besonders wenn das Lungenemphysem schon in vergleichsweise jungen Jahren so zwischen dem 30. Und 40, Lebensjahr aufgetreten ist.

Menschen mit einem Alpha-1-Antitrypsin-Mangel durchleben häufig einen langen Leidensweg: Da die Erkrankung in ihren Symptomen stark der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) ähnelt, erhalten Patienten selten die richtige Diagnose. Experten schätzen, dass dies nur bei etwa einem von zehn Betroffenen der Fall ist. Im Schnitt dauert es dabei sieben Jahre und fünf Ärzte bis die richtige Diagnose gestellt wird. Leitlinien empfehlen, dass jeder COPD-Patient einmal im Leben auf Alpha-1 getestet werden sollte.

Genau hier setzt die Initiative PROAlpha an: Sie möchte über die Erkrankung aufklären und Ärzte sowie Patienten motivieren, auf Alpha-1 zu testen. Denn mit einem einfachen Schnelltest, kann die Erkrankung leicht ausgeschlossen werden.

Sie vermuten, dass bei Ihnen Alpha-1 vorliegen könnte und möchten dies abklären? Die Initiative PROAlpha hilft Ihnen bei der Terminvereinbarung zur Testung. Weitere Informationen erhalten sie hier.

Strom abstellen bei Krankheit

Strom abstellen bei Krankheit

Das Amtsgericht Hannover hat einem hannoverschen Energie­versorgungs­unternehmen im Wege der einstweiligen Verfügung untersagt, trotz Zahlungsrückstands bei einem erkrankten Ehepaar den Strom abzustellen, da die an der Lunge erkrankte Schuldnerin zwingend auf die Stromversorgung für ihr benötigtes Sauerstoffgerät angewiesen ist….

Den Artikel dazu gibt es hier